Die Gestalttherapie befasst sich mit nicht angemessenem Verhalten, welches sich darin zeigt, dass eine Person nicht das erreicht, was sie erreichen will, beziehungsweise dass sie mit dem Erreichten nicht zufrieden ist.

Sie wirkt durch ihr Menschenbild vom selbstverantwortlichen, freien und schöpferischen Menschen.

Der Therapieverlauf wird davon bestimmt, wie es Ihnen geht und nicht warum es Ihnen so geht.

Das Ziel ist nicht, äußere Situationen zu verändern, jedoch durch innere Einstellungsänderung zu lernen, den Geschehnissen in ihren Zusammenhängen vielfältige Bedeutungsmöglichkeiten zuzuordnen.

Therapieziele können sein:

  • Konflikte, Trennung, Einsamkeit, Trauer, Gefühle von Ineffizienz oder Ohnmacht zu bewältigen
  • mit physischen, psychosomatischen oder psychischen Problemen, die als "pathologisch" bezeichnet werden, fertig zu werden
  • Ihre latenten Fähigkeiten optimal zu entfalten, was zu einer gesteigerten Lebensqualität führt
  • Ihre psychische Erkrankung ins Leben zu integrieren und hervorgerufenes Leid in Ihrem Alltag zu mindern

Die Gestalttherapie will nicht Krankheiten und Störungen zum Zwecke der Wiederherstellung von "Normalität" beseitigen. Sie unterstreicht das Recht auf Anderssein und Einzigartigkeit jedes Lebewesens.

Das Normale sollte nicht durch die Anpassung, sondern durch die Fähigkeit, neue Normen zu erfinden, bestimmt werden.